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Internes und Vereinshistorie

... werden in diesem Bereich zusammengefasst. Die vereinsinternen Bereiche benötigen einen Zugangscode und enthalten u.a. Listen aus der Beitragsordnung, aktuelle Satzung, Verträge, Dokumente aus der Gründung, Sanierungsprojekte und die Angaben aus dem Zeitstrahl.

Ein kurzer historischer Abriss (gelb) ist unten angefügt. Die Vereinsanfänge, die bis ins Jahr 1928 zurückgehen, sind in einer Bilderstrecke angedeutet und werden intern fortgeführt.

Mehrfach wurde der Verein umstrukturiert und neuen Bedingungen angepasst und dabei die Gemeinschaft zu großen Teilen mitgeführt.

Auch die Bausubstanz der Vereinsanlage wurde immer wieder erneuert, das Sportobjekt kontinuierlich gewartet. Die größten Anstrengungen der letzten Jahre waren nach Havarie und Verfall der Dalben die Sanierung von Slippanlage, Anbindepfähle und Terrasse sowie die Erneuerung der Toilettenanlagen.

Vereinsanfänge ab 1928

Historie - Kurzabriss Gestern-Heute

Wer nur kurz ein paar Daten zur Vereinsgeschichte wissen möchte, dem empfehlen wir diesen Abriss von GESTERN und HEUTE.

Gestern
:
Das SGR - Grundstück in Rauchfangswerder hat eine besondere Vorgeschichte. Denn dieser Vorort wurde erst durch Eingemeindungsgesetz Groß-Berlin vom 26. April 1920 der Hauptstadt zugeschlagen. Das Areal am südlichsten Zipfel von Rauchfangswerder - am "Südpol von Berlin" - hatte schon früher besondere Bedeutung: Es war der Stützpunkt der Köpenicker Fischer-Innung zu Zeiten, als die Fischer noch mit Ruderbooten auf Fischfang gingen und in den Fischerhütten der Innung übernachteten. Als diese später mit motorgetriebenen Booten fuhren, wurden die Fischerhütten anderen Zwecken zugeführt.

Sie wurden, nachdem man sie nicht mehr benötigte, an die Fischer, die diese Hütten benutzt hatten, verschenkt. Das Gelände wurde gedrittelt (3 Besitzer). Die Eigentümer waren: Fischer Judis, Fischer Ranke und ein dritter, nicht mehr bekannter Fischer. Später traten die Erben in diese Rechte ein, nämlich Fischer Wilhelm Judis (Fischer in Dritter Generation), der Fotograf Paul Gutzeit und der Arzt Dr. Hans-Joachim Lemke.

Bereits 1928 wurde dieses Areal von Fischer W. Judis durch den Segelsportverein "CIMBRIA" für wassersportliche Zwecke genutzt. Dieser Verein bestand aus sechs Booten mit siebzehn Mitgliedern. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten ausgebombte Berliner die eine Fischerhütte und den kleinen Bootsschuppen als Ausweichquartier. Noch während des Krieges wurde aus Abfall - Kalksteinen von Niederlehme der heutige Bootsschuppen von Frauen und nicht eingezogenen Männern errichtet.

Ab 1961 nutzte die Sektion Segeln des Berliner Glühlampenwerkes (BGW) per Pachtvertrag mit W. Judis diese Anlagen für ihren Segelsport. Der Pachtvertrag war jeweils auf 10 Jahre festgelegt und verlängerte sich automatisch, wenn keine Seite kündigte. Der Pachtzins belief sich jährlich auf 928 Mark der DDR. An baulichen Anlagen übergab man dem Verein eine Bootshalle, eine Slippanlage und einen kurzen Steg.

1964 erweiterte man die Anlage. Es entstand die Terrasse mit Abstellräumen für Motore und sonstiges Bootszubehör. Die Kosten wurden von Trägerbetrieb "BSG NARVA" und der Sportförderung des Rates Köpenick getragen. 1974 erhielt der Bootsschuppen ein neues Dach und 1984 wurde eine Betonsteganlage und ein Bollwerk für die Segelsportler errichtet (auf dem Pachtgrundstück Mooskopfring 25b, Grundbuchheft Schmöckwitzwerder Bl. 230 und 290, Flurstück 4/7 und 7/2, ehemaliger Eigentümer W. Judis, späterer Erbe Schipke).

Ein alter Holzsteg, ehemals durch die Segelsportler vor 1945 errichtet und später erweitert, wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und für ca. 60.000,-M ein neuer Beton-Steg, für 20.000,-M ein neues Bollwerk und für 25.000,-M neue Anbinder errichtet. Die Steganlage war und ist ausgelegt für 17-20 Boote (Höhe des Betonsteges 0,50m über Normalwasserstand). Die bautechnischen Unterlagen erstellte die PGH Holzbau Köpenick, die sie dem damaligen Rechtsträger, der Sportstättenverwaltung Köpenick, übergab. Die BSG NARVA und deren Nachfolger, die SGR e.V., betrieben bzw. benutzten die Anlage auf Basis eines Nutzungsvertrages mit der Sportstättenverwaltung. Seit dem Einigungsvertrag trat eine neue Rechtslage ein, wonach für die wasserbaulichen Anlagen und deren Weiternutzung eine strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung nötig wurde und nun sowohl mit Wasserbauamt und Land Berlin die Weiternutzung vereinbart werden musste.

1982 verstarb W. Judis und Eckhard Schipke erbte das Grundstück. Seit dieser Zeit gab es viele Irritationen um den Pachtvertrag und die Pachtzinsen, was heute gut geregelt ist.


Heute:
Das heutige Grundstück wird unterhalb eingesäumt vom Zeuthener See bzw. Großem Zug und oberhalb vom "Moßkopfring". Der heutige Verein, der aus der BSG NARVA hervorging, wurde am 04.Juli 1990 als Segelgemeinschaft Rauchfangswerder e.V. (SGR) neu gegründet und im Vereinsregister Charlottenburg eingetragen am 09.09.1991, dem amtlichen Gründungstermin der "Segelgemeinschaft Rauchfangswerder e.V." Unser langjähriger Vorsitzender Dieter Below leitete auch in den Wendezeiten die Geschicke des Vereins. Er hatte maßgeblichen Anteil an der Neugründung nach 1990. In den Vorstand wurden später die Vorsitzenden Karsten Zühr (2005), Sabine Schwarzzeit (2010) und Siegfried Krüger (2013) gewählt.

Das Sportgelände ist von jeher gepachtet. Sinn und Zweck der Gründung der SGR war die Förderung und Ausübung des Segelsports, vorrangig des "Fahrtensegelns", aber auch des Regattasports. Nach der Neugründung der SGR e.V. erneuerte der Verein zum Jahreswechsel 1990/91 den langjährig bestehenden Pachtvertrag (befristet bis 2010). Nach zwischenzeitlicher Kündigung und Rechtsstreitigkeiten mit dem Verpächter (gewonnener Anwaltvergleich) konnte 2005 ein weiterer Pachtvertrag geschlossen werden. Seit 2014 nach dem Tode des Verpächters Eckhard Schipke übernahm seine Witwe Inge Lohse das Vertragsverhältnis und führte die Pachtvertrags-Regelungen fort.

Besondere Anstrengungen wurden nötig durch eine Havarie der Slippanlage und morsche Dalben einerseits sowie unklare Pachtvertrags-Rechtslage andererseits, was in den Folgejahren geklärt werden konnte. Ein neuer Nutzungsvertrag bis zum Jahre 2025 sichert uns langfristig die Weiternutzung der Steganlagen.

Der Mitgliederbestand bewegte sich durchschnittlich zwischen 30 und 40 Mitgliedern, was bei einer Grundstücksgröße von rund 1.000 Quadratmetern inklusive Schwemmland und einer Hafenkapazität von 17-20 Booten nur begrenzte Kapazitäten zulässt. Über diesen Bestand hinaus benötigen wir jederzeit noch jüngere Segler mit Jollen, die neuen Segelschwung mitbringen und in der Regel keinen zusätzlichen Hafenplatz benötigen. Durch Veränderungen im Mitgliederbestand bzw. der Gastliegersituation können Bootsliegeplätze im Hafen wieder frei werden. Fragen Sie einfach nach.

Im Frühjahr 2019 konnte ein neuer langfristiger Pachtvertrag mit der Verpächterin Lohse vereinbart werden, der bis ins nächste Jahrzehnt reicht. Damit hat der Segelverein erstmals wieder eine stabile Rechtssituation, die notwendigen Investitionen zum Sportobjekt-Erhalt die Grundlage liefert.

...mehr erfahren Sie im Zeitstrahl, der die Ereignisse detaillierter ausführt.

unbenannt

... hier möchten wir den verstorbenen Vereinsmitgliedern der letzten Jahre einen letzten Raum bzw. Erinnerungs-Platz einräumen. Wir bedauern den viel zu frühen Tod von nachfolgenden Sportfreunden:

1.
Michael Semrau, gestorben 02.01.2012 - war engagierter Sportwart insbesondere bei den internen Vereinsregatten und ein unentbehrlicher Helfer;

2.
Eckhard Schipke, gestorben 20.06.2014, war ehemaliger Eigentümer unseres Vereins-Sportobjektes;

3.
Ehrhard Karras, gestorben 18.10.2018, Urnenbeerdigung 25.10.2018,
war engagierter Segler und Fahrtenobmann, der sich vor allem um die Führung der Fahrtenbücher verdient gemacht hat.

Besondere Vereinsinterna

Zeitstrahl stellt die Entwicklung unseres Vereines im Zeithorizont dar. Eingang finden dort unsere lange Tradition und die strukturellen, baulichen, personellen Veränderungen.

V.-Internes beschreibt die Konditionen der Mitgliedschaft (Beiträge gemäß Satzung, Beitragsordnung der SGR und neuste Regelungen der SGR (Satzung, Pacht- & Nutzungsvertrag).

Sanierung beschreibt die größten Sanierungsprojekte der SGR: gebrochene Slippanlage und defekte Dalben des Hafens. Später kamen noch weitere kleinere Projekte hinzu.



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